Zwei Tage pro Woche in Developer-Teams. Das war seit 2020 das bewährte Modell, um unsere Nachwuchskräfte von der Lehrlingsakademie auch ins ‚richtige‘ Leben zu bringen. Das hat sich bewährt. Es ist nur etwas zu kurz, um wirklich nützlich zu sein.
Gegen Ende 2025 haben wir daher etwas Neues ausprobiert: eine 6-wöchige Intensiv-Teampraxis für Lehrlinge der Lehrjahre 3 und 4.
TL;DR: Das neue Modell bringt mehr Tiefe, mehr Verantwortung und deutlich mehr echtes Teamleben.
Vom Gast zum Teammitglied
Statt punktueller Einblicke tauchten unsere Nachwuchscoder:innen über sechs Wochen hinweg vollständig in den Arbeitsalltag eines Dev-Teams ein. Meetings, Aufgabenpakete, Tickets, Prioritätsänderungen und Research gehörten plötzlich ganz selbstverständlich dazu. Kurz gesagt, ‚Wilder Westen‘ statt geschützter Werkstatt!
Der Effekt ist deutlich spürbar. Lehrlinge verstehen nicht nur was sie tun, sondern auch warum. Sie erleben unmittelbar, wie ihre Arbeit verschiedene Projekte beeinflusst und welche Konsequenzen diverse Entscheidungen, die für erfahrene Mitarbeiter:innen alltäglich sind, nach sich ziehen. Der Unterschied zwischen „mitarbeiten“ und „mitverantworten“ wurde ganz konkret greifbar.
Verantwortung wächst mit der Zeit
Die längere Verweildauer im Team ermöglichte es, Aufgaben nicht nur zu beginnen, sondern auch über mehrere Wochen hinweg zu begleiten und teilweise auch abzuschließen. Dadurch konnten Lehrlinge komplexere Tätigkeiten übernehmen. Sie brachten Ideen ein, bearbeiteten Aufgaben und konnten messbare Ergebnisse ihrer Arbeit sehen.
Ein willkommener Nebeneffekt, der allerdings sehr langfristige Auswirkungen hat ist, dass sich Lehrlinge selbst stärker als Teil des jeweiligen Teams wahrnehmen. Nicht mehr Besucher:innen, keine vorübergehende Duldung, sondern fixer Bestandteil. Das vereinfacht in der Folge den Übergang von der Lehre ins Berufsleben deutlich!
Das war für uns Lehrlinge die Gelegenheit uns ins Teamleben einzuarbeiten und einen Einblick in unsere Zukunft nach der Lehre zu bekommen. Nach diesem Intensivblock kann ich auf jedenfalls sagen, ich freu mich darauf!
Ana Peternel, 3. Lehrjahr
Wachstum auf beiden Seiten
Als die twinformatics im Jahr 2020 ihr internes Ausbildungsprogramm gestartet hat, waren nur 3-4 Teams mit an Bord. Inzwischen ist diese Zahl auf über 10 angewachsen. Engagement und Qualität steigen dabei immer weiter.



Ein voller Besprechungsraum wurde dabei zum symbolischen Bild für das, was entsteht: übergreifende Zusammenarbeit über Teams, Divisions und auch Alters- und Erfahrungsstufen“ .
Warum das Modell funktioniert
Die positive Entwicklung der Teampraxis ist kein Zufall. Sie basiert auf offener Kommunikation und kontinuierlichem Feedback. Lehrlinge, Ausbilder sowie Mentoren, Leads und Teams arbeiten gemeinsam daran, das Modell laufend zu verbessern. Lehrlinge dürfen und sollen ihre Wünsche und Vorschläge einbringen und tun das auch aktiv.
Diese gemeinsame Gestaltung sorgt nicht nur für Akzeptanz, sondern auch für sichtbare Weiterentwicklung innerhalb kurzer Zeiträume.
Es wird großer Wert daraufgelegt, dass sich alle beteiligen und ehrliches Feedback abgeben. Dadurch schaffen wir ein Umfeld auf Augenhöhe, wo Verbesserungsvorschläge offen besprochen und umgesetzt werden können.
Christopher Kolar, 3. Lehrjahr
Organisatorische Vorteile inklusive
Auch organisatorisch bringt der 6-Wochen-Block klare Vorteile wie genaue Planbarkeit von Aktivitäten. Teams können längerfristig investieren, etwa in komplexere abzuarbeitende Tickets oder vertiefende Research-Aufgaben. Für alle Beteiligten entsteht mehr Fokus und weniger Reibungsverluste.
Fazit
Die 6-wöchige Intensiv-Teampraxis wurde 2025 erstmals umgesetzt und sowohl von Lehrlingen als auch von den Teams sehr positiv aufgenommen. Sie schafft Praxisnähe, fördert Verantwortung und erleichtert den Übergang von der Lehre in den Berufsalltag. Kurz gesagt: ein Modell, das nicht nur gut klingt, sondern im Alltag funktioniert.
Vom Mitmachen zum Mitgestalten: Ab dem zweiten Lehrjahr verbringen unsere Lehrlinge insgesamt 6 Wochen am Stück in einem Team. Der Effekt ist spürbar: Sie verstehen nicht nur, was sie tun, sondern auch, warum sie es tun.
Ivett Van Muysen, Leiterin Lehrlingsakademie
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